Wochenbegleiter

Wochenbegleiter KW 37

Gebet ohne Andacht – 16.9.2021

Lesung: Lk.12,16-21

Gott, unermessliche Fülle, wir sind in unserem Leben oft darauf bedacht, an dem festzuhalten, was wir gerade haben. Angst beherrscht uns, dass wir zu wenig haben, dass wir zu kurz kommen könnten oder schlechter abschneiden als die anderen.

Wir bitten dich, lass uns deine Freiheit spüren, dass wir los lassen können von all unseren Ideen und Vorstellungen, die wir uns aufgebaut haben und ganz in deine Fülle eintauchen können und damit den Schatz in deiner Gegenwart entdecken.

Gott, unermessliche Fülle, wir sind oft sehr eng und klein im Umgehen mit unseren Mitmenschen. Weil uns etwas an unserem Nächsten nicht gefällt, deshalb schränken wir unsere Liebe ein, werden engherzig und nicht selten schmälern wir die Würde der anderen, nur damit wir selber besser dastehen oder nichts abgeben müssen.

Wir bitten dich, lass uns deine Freiheit spüren, dass wir frei von Erwartungen und Forderungen aufeinander zugehen und uns als Menschen begegnen, die einander Leben ermöglichen. Schenke uns, dass wir so den Schatz deiner Gegenwart entdecken, auch wenn wir uns fremd sind.

Gott, unermessliche Fülle, in der Völkerfamilie grenzen wir uns durch Vorurteile, Egoismus und Wahrheitswahn von einander ab und merken nicht, dass wir den Grund für Hass und Krieg jeden Tag neu legen. Viele Menschen verlieren so ihre Hoffnung und wissen nicht, wie sie weiterleben sollen.

Wir bitten dich, lass uns deine Freiheit spüren, dass wir aus der Enge unserer Grenzen auftauchen und aus deiner Freiheit heraus ernsthaft Wege des Friedens und des Ausgleichs gehen und somit zeigen, dass deine Gegenwart ein Schatz für alle Menschen sein kann.

Alles, was uns bewegt und was uns auf dem Herzen liegt, wollen wir dir in der Stille sagen.