Wochenbegleiter

Wochenbegleiter KW 46

Gebet ohne Andacht – 17.11.2022

Lesung: Mt. 25,1-13

Gott, Alles in Einem, am Ende des Kirchenjahres schauen wir auf alles, was uns bewegt hat. Wir sehen die Freuden und wir sehen die traurigen Momente. Da gibt es die Augenblicke, in denen wir unseren Ideen nicht gerecht werden konnten oder in denen wir vor dir und anderen Menschen schuldig wurden.

Wir bitten dich, nimm von uns, dass was uns niederdrückt, damit wir unseren Blick aufrichten können und jeden Augenblick unseres Lebens als Herausforderung annehmen, auch wenn wir keinen Sinn in ihm erkennen können.

Gott, Alles in Einem, wir schauen auf Begegnungen mit anderen Menschen in diesem Kirchenjahr, die erfüllt waren und Hoffnung weckten, aber auch auf diese Augenblicke, in denen wir andere Menschen an den Rand drängten oder in ihrer Würde verletzten. Ja, es gab Zusammentreffen, bei denen wir uns schuldig gemacht haben.

Wir bitten dich, nimm von uns, dass was uns niederdrückt, damit wir unseren Blick heben und unserem Nächsten in die Augen schauen, um gemeinsam einen Weg des Miteinanders zu gehen, der Gerechtigkeit und Menschenfreundlichkeit möglich macht.

Gott, Alles in Einem, am Ende des Kirchenjahres schauen wir auf den Beitrag der Kirchen in dieser Gesellschaft und dieser Welt, auf den Beitrag der Religionen. Wir sehen viel Bewundernswertes, dem wir zustimmen. Aber wir klagen auch die vielen Samen von Hass und Gewalt, die im Leben von Menschen gesät werden im Namen Gottes. Wir klagen dir das Schweigen angesichts von Krieg und Hunger.

Wir bitten dich, nimm von uns das, was niederdrückt, damit wir unseren Blick aufrichten und aus der Kraft deiner lebendigen Gegenwart frei von Gewalt in Gedanken, Worten und Werken in eine neue Zukunft schauen. Hilf uns Wege zu finden, die Aussöhnung und Frieden möglich machen.

Alles, was uns bewegt und was uns auf dem Herzen liegt wollen wir dir in der Stille sagen.