Wochenbegleiter

Wochenbegleiter KW 49

Andacht ohne Gebet – 16.12.20

Lesung: Jes. 52,7-10

Gott, Friedenskönig, in unserem Leben gibt es so viele verschiedene Seiten, mit denen wir nicht im Einklang sind und wo wir merken, dass diese Zerrissenheit eine lange Geschichte hat, die schon in unserer Kindheit beginnt. Immer wieder kommen wir an diese Stellen zurück und spüren den Unfrieden in unseren Herzen.

Wir bitten dich, verkündige uns dein Heil, denn du hast uns geliebt, auch als wir schwere Zeiten durchlebten. Du hast für uns gesorgt, als es uns an Liebe und Zuneigung mangelte. Du hast uns getröstet als wir allein waren. Lass uns Zuversicht aus diesen Erfahrungen schöpfen.

Gott, Friedenskönig, mit anderen Menschen haben wir oft Ärger, denn wir erwarten von einander Dinge, die wir uns nie geben können. Wir reden aneinander vorbei und werden unwillig, da wir hoffen, dass uns andere sehen und verstehen, obwohl sie uns und unsere Geschichte gar nicht kennen.

Wir bitten dich, verkündige uns dein Heil, dass wir uns befreien aus allen Projektionen und gedanklichen Verstickungen und damit den Grund legen für offene und klare Begegnungen mit unserem Nächsten.

Gott, Friedenskönig, das Zusammenleben der Völker ist bestimmt von Missverständnissen, Machtgier und Habsucht. Verantwortliche blähen ihr kleines Ich auf Kosten anderer Menschen auf und verursachen damit Hass und Krieg. Besonders denken wir an die Menschen, deren Leben von Krieg und Gewalt gezeichnet ist.

Wir bitten dich, verkündige uns dein Heil, dass wir lernen uns als eine Weltgemeinschaft zu verstehen, die aufeinander angewiesen ist und nur gemeinsam Frieden und Gerechtigkeit schaffen kann. Schenke uns Zuversicht, dass wir eine Zukunft für alle gestalten können.

Alles, was uns bewegt und was uns auf dem Herzen liegt, wollen wir dir in der Stille sagen.