Wochenbegleiter

Wochenbegleiter KW 1

Gebet ohne Andacht – 6.1.2022

Lesung: Lk. 2,41-52

Gott, Strom des Lebens, in unserem Alltag fliehen wir oft vor den einzelnen Augenblicken. Wir sorgen uns um den morgigen Tag, um andere Menschen, erwarten das eine oder andere oder wir verstricken uns in der Vergangenheit und halten uns daran fest. Dabei merken wir nicht, dass wir den Augenblick übergehen.

Wir bitten dich, stärke uns, dass wir erwachsen werden und die Augen für den Zauber des Moments öffnen. Du rufst uns in die Verantwortung unseres Lebens und schenkst uns ein neues Bewusstsein, dass die Tiefe deiner Gegenwart erkennt und erträgt.

Gott, Strom des Lebens, im Zusammensein mit anderen Menschen haben wir viele Vorstellungen, mit denen wir andere beurteilen, einsortieren und durch die wir uns besser wähnen als die anderen. Dies sind alles Gedanken des Verstandes, die nichts mit deiner Wirklichkeit zu tun haben.

Wir bitten dich, stärke uns, dass wir erwachsen werden und die Augen für den wahren Menschen vor uns öffnen. Du rufst uns in die Verantwortung für einander, die aus der Liebe des Herzens heraus entsteht und zum Wohle aller handelt.

Gott, Strom des Lebens, zwischen den Völkern herrschen so viele Missverständnisse und Unterschiede, die an vielen Orten Hass, Streit und Krieg aufflammen lassen. Aus Besserwisserei und Überheblichkeit entstehen Aktionen, die oft wenig ändern. Besonders denken wir an die Menschen, die nicht wissen, wo sie hin sollen und in Lagern leben.

Wir bitten dich, lass uns erwachsen werden, dass wir nicht handeln aus Verzweiflung heraus, sondern rühre uns an, dass wir völlig neue Wege finden, auf denen es uns gelingt, einen Ausgleich zwischen den Völkern zu gestalten. Du rufst uns in die Verantwortung, so dass wir heute schon den Frieden unseres Herzens in die Welt tragen können. Alles, was uns bewegt und was uns auf dem Herzen liegt, wollen wir dir in der Stille sagen: Stille