Wochenbegleiter

Wochenbegleiter KW 2

Andacht ohne Gebet – 13.1.2022

Lesung: Mk 10,13-16

Gott, Geist der Reinheit, wir geben so viel auf das, was wir erdenken, was wir uns erklären oder auch erarbeiten. Wir sind die Macher in unserer Welt und doch sind wir unzufrieden und fühlen uns nicht selten allein gelassen.

Wir bitten dich, lass deinen Segen in uns wachsen und führe uns zur Einfachheit des Lebens, wo die Verwobenheit, die wir ersponnen haben, abfällt und du uns nahe kommen kannst mit deiner Gegenwart. Denn du hast uns zu Mitarbeitenden deines Reiches berufen.

Gott, Geist der Reinheit, wir haben viele Regeln aufgestellt für das Zusammenleben mit anderen Menschen, wir haben Bewertungen und Grenzen. Gegenseitig tun wir uns manchmal weh dadurch oder stoßen uns in die Ausgrenzung und Einsamkeit. Wir verstehen einander einfach nicht.

Wir bitten dich, lass deinen Segen in uns wachsen und führe uns auf einen Weg, wo wir uns gegenseitig begegnen können. Öffne uns die Augen, dass wir uns als Menschen sehen und annehmen können, und du uns nahe kommen kannst mit deiner Gegenwart. Denn du hast uns zu Mitarbeitenden deines Reiches berufen.

Gott, Geist der Reinheit, in der Begegnung der Völker stehen oft lange Geschichten von Grausamkeit und Missverstehen zwischen den Menschen. Die Verwirrung scheint oft nicht anders lösbar als mit Gewalt. Doch dadurch wird das Elend dann noch größer. So denken wir an die Menschen, die einen Lieben betrauern, an die Hoffnungslosen durch Krieg und Terror, an die Verwundeten an Leib und Seele.

Wir bitten dich, lass deinen Segen in uns wachsen und führe uns in den Zauber des Augenblicks, in dem alles neu ist und jedes Problem in einem anderen Zusammenhang erscheint. Zeige uns, wie Versöhnung entstehen kann und lass uns Frieden leben, damit du uns nahe kommen kannst mit deiner Gegenwart. Denn du hast uns zu Mitarbeitenden deines Reiches berufen.

Alles, was uns bewegt und was uns auf dem Herzen liegt, wollen wir dir in der Stille sagen.