Wochenbegleiter

Wochenbegleiter KW 21

Gebet ohne Andacht – 27.5.2021

Lesung: Gen. 11,1-9

Gott, Weg des Lebens, oft planen wir Vorhaben in unserem Alltag wie Türme, die in den Himmel reichen, Traum-schlösser, die zerplatzen und keinen Bestand haben. Wir reden von großen Ideen und sind dann doch wie verwirrt, wenn es um die Umsetzung geht.

Wir bitten dich, sende uns deinen Geist, dass wir lernen eine Sprache zu sprechen in uns und authentisch sind. Zeige uns den Weg zu Klarheit und Weisheit, damit wir zu uns selbst finden und erfahren, was ein Leben in deiner Gegenwart für uns bedeutet.

Gott, Weg des Lebens, wir haben in unserer Gesellschaft viele Regeln aufgestellt, um Recht und Gerechtigkeit zu wahren, um Gesundheit zu schützen; wie große Türme ragen diese in den Himmel und sind sichtbar Zeichen. Doch wir reden mit unterschiedlichen Zungen und beugen das Recht, verwirren die Menschen und treten die Würde anderer in den Staub.

Wir bitten dich, sende uns deinen Geist, dass wir nicht nur verstehen, was Recht und Unrecht ist, sondern erkennen, wie wir eine Gemeinschaft gestalten, in der wir eine Sprache sprechen zum Wohle aller Menschen und Gerechtigkeit in unserem Leben ein lebendiges Antlitz bekommt.

Gott, Weg des Lebens, in der Gemeinschaft der Völker gibt es so viele Misstöne, die Unverstehen, Hass und ideologische Verdrehungen erklingen lassen. Und oft erscheint Gewalt als die einzige Sprache, die zwischen den Menschen dröhnt und ihre Ohren betäubt. Die leisen Töne der Diplomatie verhallen oft im Leeren.

Wir bitten dich, sende uns deinen Geist, dass wir die Strukturen von Gewalt und Krieg immer besser verstehen und diese liebevoll wandeln, damit zwischen den Völkern Versöhnung und Frieden möglich sind. Hilf uns, die Sprache des Herzens zu lernen, die uns verbindet.

Alles, was uns bewegt und was uns auf dem Herzen liegt, wollen wir dir in der Stille sagen.